Dr.med.Wolfgang Buchinger
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel, Facharzt für Nuklearmedizin
Hans-Sachs-Gasse 14, 8010 Graz

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Schilddrüsenunterfunktion

Eine Schilddrüsenunterfunktion entsteht, wenn Ihre Schilddrüse nicht mehr in der Lage ist ausreichend Hormon (Thyroxin und Trijodthyronin) zu produzieren. Sie ist weit häufiger verbreitet als eine Überfunktion. Grossangelegte Untersuchungen haben ergeben, dass jede zehnte Frau, die älter als 65 Jahre ist, zumindest eine leichte Unterfunktion entwickelt.

Eine Schilddrüsenunterfunktion entsteht meistens aus einer chronischen Entzündung der Schilddrüse (Hashimoto Thyreoiditis). Die Hashimoto Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die nach dem Erstbeschreiber der Erkrankung, dem japanischen Arzt Hashimoto, benannt ist. Bei der Hashimoto Thyreoiditis produziert das Immunsystem Antikörper gegen Teile der Schilddrüsenzellen. Diese Antikörper können die Schilddrüsenzellen schädigen oder gar zerstören. Als Folge kann der Körper nicht mehr ausreichend mit Schilddrüsenhormonen versorgt werden.

Als auslösende Faktoren einer Hashimoto Thyreoiditis werden die Kombination von mehreren Faktoren wie gewisse Erbanlagen, weibliche Sexualhormone, Umwelteinflüsse, Infektionen und sogar seelische Belastung und Stress vermutet.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann aber auch bei jüngeren Menschen auftreten, sich spontan oder nach einer Schilddrüsenoperation, einer Behandlung mit Thyreostatika oder einer Radiojodtherapie entwickeln.

Gewöhnlich fühlen sich die Patienten mit einer nur milden Unterfunktion noch gesund. Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam und werden häufig fehlgedeutet. Man leidet unter vermehrter Müdigkeit, Kältegefühl, Gewichtszunahme, Stuhlverstopfung und Depressionen. Das Interesse an alltäglichen Dingen geht verloren, die Haut im Gesicht ist vermehrt gespannt und die Finger sind angeschwollen.
Die Diagnose kann ganz einfach durch eine Messung der Schilddrüsenhormone im Blut gestellt werden. Um die Ursache der Unterfunktion festzustellen müssen weitere Untersuchungen wie eine Szintigraphie und eine Ultraschalluntersuchung sowie die Bestimmung der Schilddrüsenantikörper im Blut (TAK, TPO) durchgeführt werden.

Die Therapie der Schilddrüsenunterfunktion ist einfach und problemlos. Durch Einnahme vonSchilddrüsenhormonen, die der eigene Körper in zu geringem Ausmass produziert, kann eine Normalfunktion wieder hergestellt werden. Es ist sehr beruhigend zu wissen, dass ein Schilddrüsenhormonpräparat in der richtigen Dosierung keine Nebenwirkungen hat!

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Schilddrüsen-
szintigraphie:


normale Schilddrüse


vermindert speichernde, kleine Schilddrüse bei Unterfunktion der Schilddrüse